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Mehr Frauen, die die Vernetzungsmedien des Internets souverän nutzen und durch Beteiligung an der Netzpolitik auch dessen Strukturen mitgestalten, wünschen sich die Frauenkreise Berlin und das DGB Bildungswerk e.V. Darum veranstalten sie vom 21.-23. Januar 2011 einen Workshop in Berlin, der das Wissen und die notwendigen Kompetenzen in den Gestaltungs- und Vernetzungsmöglichkeiten des Web 2.0 vermitteln soll. Interessierte Frauen können sich beim Bildungswerk zum Workshop anmelden und dafür ggf. auch Bildungsurlaub bei ihren Arbeitgebern beantragen.

Das Seminar ist vorüber und war ein voller Erfolg ~ :-)

Zu einigen Vorträgen wurden die Folien oder andere Unterlagen hier bei techNixen zum Download bereit gestellt.

Eingangsvortrag von Silke Meyer Das Rollenspiel von Leena Simon und Angela Schumacher zielt auf eine beispielhafte, interaktive Darstellung eines typischen Netzaufenthalts vor dem Hintergrund von kommerzieller Datenspeicherung, aber auch des Problemfelds Privatheit - Öffentlichkeit im Netz. Silke Meyer präsentiert politisch oder ideell interessante Alternativen zu den Standard-Diensten und Grundregeln zum Datenschutz. Gabriele Pohl führt in die Prinzipien der *Freien Software* und ihrer Idee des copyleft ein. Konkrete Anleitung, wie man selbst in der Community aktiv werden kann und Verweise auf Initiativen, die speziell Frauen ansprechen, sowie Links auf hilfreiche Dokumente sind auch dabei. Irmhild Rogalla spricht über das Web 3.0 - jederzeit und überall vernetzt? Tendenzen der technischen Entwicklung.

 

Flyer-AnsichtEine eingehende Darstellung des Programms inklusive Vorstellung der Referentinnen ist auf der Website der Frauenkreise Berlin im PDF-Format erhältlich. Hier folgt eine kurze Wiedergabe daraus.

Schwerpunkt am ersten Tag ist „Community - Vernetzung in den social media“.  Es beginnt mit Anne Roth, die einen Überblick über das Web 2.0 gibt. Magda Albrecht spricht über das Bloggen als politisches Instrument und gibt einen Schnellkurs in "How to do a Blog". Hanna Krieg wird die Teilnehmerinnen mit der Theorie und Praxis beruflichen Netzwerkens vertraut machen.

Das Thema „Privacy – Bedingungen von Netzpräsenz“ steht am zweiten Tag im Mittelpunkt. Im Workshop von Lena Simon und Angela Schumacher geht es zunächst darum, spielerisch auszuloten und hautnah zu erleben, wie frau im Netz bei jedem Klick und auf jeder Seite Spuren hinterlässt. Anschließend sollen dann Denkansätze zu einer neuen, persönlichen Vorstellung von Privatsphäre entwickelt werden. Rena Tangens Vortrag behandelt die Datensammlung durch Private und den Staat. Daten scheinen zur Ware unserer Zeit zu werden, und die Privatsphäre zu ihrem Streitbegriff. Aber warum die Speicherwut,welches sind die jeweiligen Interessen dahinter? Und macht es Sinn, gegen sie zu kämpfen?
Den Abschluss bildet ein Workshop von Silke Meyer in dem sie Denkanstöße geben und grundlegende Techniken vermitteln will, wie die Konzeption und Umsetzung eines persönlichen Ansatzes von Privatsphäre gelingen kann und wie man seine Netzpräsenz den eigenen ideellen, politischen, persönlichen Vorstellungen und Vorlieben anpassen kann.

Am dritten Tag soll der Blick auf die Zukunft gerichtet werden. Irmhild Rogalla wird in ihrem Vortrag „Web 3.0 – jederzeit und überall vernetzt?“ darüber sprechen, welche Chancen und Risiken sich aus den verschiedenen technischen Entwicklungen ergeben, die gerade im Gang sind (Schlagworte: Web 3.0, Netzneutralität) und Gabriele Pohl wird den Teilnehmerinnen die Freie Software Bewegung und deren Idee des copyleft vorstellen. Konkrete Anleitung, wie die Teilnehmerinnen selbst in der Community aktiv werden können, soll es dabei auch geben. In ihre Zukunft als im Netz aktive Frau sollte also jede nach dem Seminar gleich aufbrechen können ;)

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